Das Drachenboot-Debüt der PSR ist Geschichte!

Nach einem halsbrecherischen Training am Freitag Abend (bei gefühlten 7 Grad Minus) ging das eigentliche Rennen für die PSR, am Samstagmorgen los.
An der Wasserskianlage angekommen, erfuhren wir von einer improvisierten Spendenaktion eines unserer Teammitglieder. Der Sportfreund beteiligte sich mit 50 Euro völlig uneigennützig an der Aktion „Modernisierung des Bestandes von Laserpistolen“.
Bestens eingestimmt durch unsere Trainertrommlerin Zuzka und hochmotiviert, konnten wir mit einem fulminanten ersten Rennlauf überzeugen. Für die Veranstalter gibt es an dieser Stelle ein dickes Dankeschön, für eine klasse geplante Veranstaltung.
Was für uns Gewissheit war, wurde von unseren Gegnern nur staunend zur Kenntnis genommen.
Als Newcomer qualifizierten wir uns durch einen souveränen Sieg ( ca. 10 cm Vorsprung beim Zieleinlauf) als erstes Team direkt für das Halbfinale.
Nach einer, für die PSR, etwas knapp bemessenen Rennpause von ca. 3 Stunden galt es dann im Halbfinale zu bestehen.
Da jedes Teammitglied für die Pausengestaltung selbst verantwortlich war, fand diese dann auch auf sehr individuelle Art und Weise statt.
Für Drachenbootneulinge zur Information, das Hauptproblem bei einer Drachenbootrennpause besteht darin, die Spannung zu halten und den Körper mit verschiedensten legalen Mitteln, auf die bevorstehenden Strapazen vorzubereiten.
So wurden Sportler beobachtet, die erst nach der neunten Roster gesättigt waren, oder die das erste Steak nicht schafften, weil die Nerven nicht mitspielten (oder das Steak nicht ganz durch war).
Andere versuchten mittels Koffein, Grock, Glühwein oder Bier die Energiedepots wieder aufzufüllen.
Es sollen sogar zwei Teammitglieder beim Mittagsschlaf gesichtet worden sein.
Unser Teamleader kehrte dann noch unversehrt von seiner Erkundungstour Heim
(er wurde ausgeschickt, um per Wasserski die Bahnbeschaffenheit zu prüfen).
Als dann der Start zum Halbfinale immer Näher rückte, entwickelten alle PSR-Sportler ungeahnte Kreativität. Es wurde gedehnt, erwärmt und motiviert.
Sogar ein Halbmarathon wurde in`s Leben gerufen, um die Muskulatur auf Wettkampftemperatur zu bringen. Mittlerweile im Einsteigen routiniert, nahmen alle im Drachenbott Platz.
Die Fahrt zum Start mutierte zur nervlichen Zerreisprobe.
Da in einem der Hoffnungsläufe eine Trommlerin von Bord ging, haben wir versucht, die Anfahrt für unseren extra angereisten Woodstockveteran so angenehm wie nur möglich zu gestalten.
Dieser bedankte sich im Vorfeld des Rennens mit der Bereitstellung von Erfrischungen.

Halbfinale.

Start!

Die mit Stahlbeton befestigten Haltemasten der Wasserskianlage in Rossau erbebten ehrfurchtsvoll beim messerscharfen Einstich unserer Paddel in den glasklaren See.

Ein Raunen ging durch die Zuschauermassen, als wir die geschätzten 63 Meter Rückstand im letzten Drittel des Rennens aufholten. Den unerschrockenen Anfeuerungsrufen unseres Trommlers und eines Teamspirits, dem alle Pekingolympioniken Bewunderung entgegen gebracht hätten,
ist es zu verdanken, dass die PSR ein Highlight in den nationalen Sport-Annalen setzen konnten.
Wir sind in diesem Lauf geschlagen worden.
Mit 10 Zentimeter Rückstand auf das Gewinnerboot, flogen wir durchs Ziel.
Die Zuschauer waren kaum zu halten. Extatische Anteilnahme schlug uns entgegen, als wir an der luxuriösen Landungsbrücke in Rossau anlegten.
Unser Fanblock, verstärkt von Nachwuchssportlern unserer Sektion und deren Müttern,
gab uns das Gefühl, die wahren Sieger des Tages zu sein.
Unseren Kontrahenten danken wir für ein anspruchsvolles Rennen und rufen ihnen entgegen

„GOOD LACK“

Denn eins ist sicher.

Wir kommen wieder!

- Hier gibts die Bilder vom Training -

- Hier die Bilder vom Rennen -

 


 
  - Rossau 2008 -
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